Duschen Hof

Bruchstraße 20
Ehemaliges Wohnhaus des Duschen Hofes an der Bruchstraße

Der Duschen Hof weißt eine bewegte Vergangenheit auf. Im Jahre 1586 wurde der Hof als Köthnerstelle unter dem Namen Hans Duschen erwähnt. Somit erhielt er den Namen Duschen Hof. Durch den ersten Großbrand im Jahre 1787 wurde auch die Hofstelle Nr. 17 „Duschen“ zerstört. Um zukünftige Brände zu verhindern erfolgte der Wiederaufbau einiger Höfe am Rande des Dorfes. Seitdem befindet sich die Hofstelle des Duschen Hofes zwischen Heierdrift und Bruchstraße. Die Umsiedlung wurde von Johann Friedlich Müller vollzogen. Er starb kurz nach der Umsiedlung, sein minderjähriger Sohn verkaufte den Hof 1802 an Barthold Christoph Meyer. Seitdem ist der Hof in Familienbesitz.

Dies ist nicht selbstverständlich, denn die Familie Brenneke sollte noch einige Schicksalsschläge ereilen. 1865 verstarb der Eigentümer Georg Heinrich Brenneke mit nur 36 Jahren, 12 Jahre später verstarb seine Frau Elise Dorethe ebenfalls mit 36 Jahren. Ihr ältester Sohn verstarb ein Jahr später 1878 mit 13 Jahren nach einem tragischen Unfall. Der Hof wurde von seinem Halbbruder Heinrich Wilhelm Brenneke weitergeführt.

Das Bild rechts zeigt seine Frau Anna geb. Knoche und seine drei Söhne vor dem Giebel des Bauernhauses (1930). Das Haus wurde 1787 nach dem Großbrand als Vierständerhaus errichtet. Es war seit 152 Jahre das Heim der Familie Brenneke, bis zum 22 August 1939. Durch einen Blitz brannte das Bauernhaus an diesem Tag bis auf die Grundmauern nieder. Zum Glück überlebten alle Familienmitglieder, aber dieser Tag hinterließ seine Spuren und stellte die Familie vor eine große Frage: Sollte die Hofstelle wieder aufgebaut werden? Zunächst wurde dies geplant, es ergab sich aber, dass die Familie den Großkötner-Hof Haisen-Mente (im Meitzer Weg) kaufen konnte.

Wilhelm Brenneke baute 1949 die Scheune wieder auf. Sein ältester Sohn Georg-Wilhelm Brenneke übernahm die die Hofstelle und begann sie mit 21 Jahren wieder aufzubauen. Er ließ 1955 eine Stall-Scheune errichten (links im Bild), welcher später für die Mutterkuhhaltung seiner Anguszucht diente. Der Stall wurde 1979 durch eine Mehrzweckhalle (siehe Bild unten) erweitert.

Wohnhaus Frontansicht
Gibelansicht aus dem Jahr 1930
Neubau des Kuhstalls (links) 1955
Neubau des Kuhstalls 1979

 Seine jüngste Tochter Katrin Räke übernahm den Hof 2001. Sie wohnte zu dieser Zeit bereits im Landkreis Peine und hat den Betrieb deshalb im Nebenerwerb weitergeführt.

Die bewegte Geschichte des Duschen Hofe wird nun fortgeführt. Seit 2022 erfolgen Umbauten auf dem Hof, mit dem Ziel ihn langfristig wieder als landwirtschaftliche Hofstelle zu nutzen. Mit dem Einzug von Alpakas und mehren Bienenvölkern kehrt auch wieder tierisches Leben auf den Hof.

Celina Räke und Timo Oswald