Haus Trott

Haus Trott: Eingang Herrenhäuser Str. 41
und Bahlsenstraße


Haus Trott

Im Jahre 1850 zog der 29 jährige Lattenschneider Friedrich Brandes von Langelsheim, Hztm. Braunschweig, nach Wettmar, wo Mitglieder der Familie Brandes ansässig waren, und heiratete dort die 30 jährige Witwe Caroline Köneke, die u.a. 100 Taler als Brautschatz in die Ehe einbrachte. Er arbeitete als Abbauer im Holzabbau und wohnte mit seiner Familie im Haus Nr. 77 an der Hauptstraße. Wenig später erwarb er ein Teilstück von etwa 1600qm des Köthner- hofes Nr. 42, der überschuldet war, und schließlich 1868 durch Verfügung der Königlichen Landdrostei vollständig aufgelöst wurde.

Nachdem Friedrich Brandes von dem Gardehusaren Friedrich Schliephacke ein Darlehen erhalten hatte, kaufte er 1856 mehrere Grundstücke, unter anderem auch ein Grundstück, das an das von ihm schon erworbene Teilstück des Köthnerhofes Nr. 42 grenzte, und auf dem er ein neues Haus baute. Auf dem auf ca. 2500 qm angewachsenen Gesamtgrundstück richtete er dann auch seine Abbauerstelle Nr. 106 ein.

Bei dem neu erbauten Haus handelte es sich um ein Vierständer-Fachwerkhaus, beide Giebel in Eichenfachwerk, ausgemauert mit Ziegelsteinen aus der Wettmarer Ziegelei. Traufseitig wurde das Fachwerk aus Kiefernholz mit ungebrannten Lehm/Tonziegeln versehen und zum Wetterschutz verbrettert. Das Haus hatte im vorderen Teil einen Pferdestall und einen Kuhstall für insgesamt 2-4 Tiere.

Im Jahre 1941 wurde das Haus durch eine Fliegerbombe beschädigt und der vordere Giebelbereich neu errichtet. Ein Schweinestall und eine Scheune für Heu und Holz wurden angebaut.

Das Haus blieb bis zu seinem Verkauf im Besitz der Familie Brandes und wurde 1988 von Frau Else Wöhler, geb. Brandes, an die Eheleute Trott verkauft. Nach umfassender Entkernung und Sanierung zog die Familie Trott mit zwei Kindern 1989 ein.

In den 70er Jahren erhielt das Haus die Nr. 41, Herrenhäuser Straße.


1936